Fachplanung


Grundsatz

Grundsatz

Sie sind Spezialist für die Planung von Wäschereien? Ihr Anliegen ist es, das Ganze in den Blick zu nehmen? Sie kümmern sich um die Wirtschaftlichkeit, Prozesse, Personal, Logistik, Ökologie, um die Hygiene und um rechtskonforme Wäschereien? Ein optimales Ergebnis benötigt eine perfekte Planung. Denn jede Wäscherei ist einmalig.
 


Ausgangslage

Ausgangslage

Um ein nachhaltiges Projekt überhaupt planen zu können, gilt es eine Bestandesaufnahme zu machen. Welche Veränderungen stehen an? Was soll mit dem Projekt erreicht werden? Welche Rahmenbedingungen gilt es zu berücksichtigen? Welche Auswirkungen lösen sich aus? Und, was läuft heute gut?
 


Kapazitätsberechnung

Kapazitätsberechnung

Kennen Sie Ihr Waschvolumen? Wird die Wäsche in Ihrem Betrieb gewogen und statistisch erfasst? Wissen Sie wie Ihre Waschmaschinen beladen oder überladen werden? Wussten Sie, dass in einem Alters- und Pflegeheim pro Woche pro Bewohner im Gesamten 15 bis 18 kg Wäsche anfällt? Für eine fundierte Planung und zukunftsorientierte Projektierung ist es unerlässlich sein bestehendes Wäscheaufkommen zu kennen.
 


Raumplanung

Raumplanung

Rechnen Sie mit dem Minimum von 0,25 m² pro kg gewaschener Wäsche an einem 8-stündigen Arbeitstag (1-Schicht-System). In dieser Berechnung sind nicht nur der Produktionsbereich, sondern ebenso Büros, Lager, Sozialräume, Boiler usw. enthalten. Aber Achtung; nicht immer sind Richtwerte die richtigen Werte!
 


Arbeitsfluss

Arbeitsfluss

Im Projekt gilt es von Beginn an auch die entscheidenden Rahmenbedingungen im Blick zu halten: Wäschesammlung, Vorsortierung, Transport, Vorbereitung, Erfassung, Waschen, Trocknen, Finishing, Legen, Konfektionieren, Reparieren, Rücktransport, Lagerung. Auch Hygieneanforderungen und Kreuzkontamination gehören dazu.
 


Versorungsmedien

Versorungsmedien

In jedem Projekt, ob Neubau, Umbau oder Sanierung, gilt es den sinnvollen Einsatz der Hauptenergiequellen wie Strom, Gas, Wasser, Dampf oder Öl zu prüfen. Jede Modernisierung bietet die Chance die effiziente Ausnutzung der Anlagetechnik zu prüfen und mit den richtigen Medien die Energieeffizienz zu optimieren.
 


Gerätekonfiguration

Objektbezogene Gerätekonfiguration

Als Grundsatzentscheid muss definiert werden, ob herkömmliche Frontlade-Waschmaschinen eingesetzt werden sollen oder hygieneorientierte Trennwandgeräte im Fokus stehen. Zu beachten ist auch, dass es spezielle Maschinenkonfigurationen anhand der individuellen Anforderungen gibt wie für die Reinigungstextilien. Letztlich gilt es die Geräte in der Vielfältigkeit der Optionen nach den Bedürfnissen des Objekts zu konfigurieren und auszurüsten.
 


Bauliches

Bauliche Rahmenbedingungen

Die Installation einer Wäscherei im Kellerbereich sollte vermieden werden. Planen Sie mit ausreichend Fensterfläche für eine natürliche Ventilation und Tageslicht. Arbeitsplätze in der Wäscherei sind vollwertige Tätigkeiten und dem Arbeitsrecht entsprechend auszurichten. Trennen Sie die Sauber- von der Schmutzseite, um Kreuzkontaminierung zu vermeiden. Ausserdem gilt es zu beachten, dass Zugangswege ausreichend gross gestaltet werden und immer frei zugänglich sind. Dies ist einerseits für die Einbringung der Maschinen notwendig, andererseits können späterer Austausch bzw. Erweiterung des Maschinenparks komfortabler durchgeführt werden. Die Raumhöhe sollte 3,60 m nicht unterschreiten. Wichtig ist auch um den Gerätepark genügend Raum zu lassen um die Versorgungsleitungen korrekt platzieren und den Zugang für Servicearbeiten jederzeit gewährleistet zu können.
 


Personal

Personal

Nach Branchenkennzahlen werden die verschiedenen Verarbeitungsarten unterschieden ebenso wie nach Objekten unterschieden wird. Bei Krankenhauswäsche, Hotel und anderweitigen Massenverarbeitungs-Wäsche gilt bei Inhouse-Wäschereien eine Verarbeitung vom 25 bis 30 kg Wäsche pro Stunden (200 kg pro Person und Tag). Für Alten- und Pflegeheime gilt, dass als Kennzahl für die Wäscheverarbeitung ca. 10 bis 15 kg pro Arbeitskraft und Stunde angenommen werden. Aber Achtung; nicht immer sind Richtwerte die richtigen Werte! Wenn ein Seniorenheim eine eigene Wäscherei hat, ist ein ganz anderer Bezug zur Wäsche da und kann gleichzeitig auch eine Art Beschäftigungstherapie für rüstige Senioren sei.
 


Normen

Normen und Vorschriften

Obwohl in der Schweiz für eine Wäscherei grundsätzlich keine eigenen Vorschriften und auch keine Hygieneverordnung als solches vorliegen, gilt es dennoch eine Vielzahl von Bedingungen zu beachten. Dazu zählen die Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, Richtraumprogramm (Norm SIA 500 als Minimalstandard), Arbeitsgesetz, SUVA/EKAS Arbeitsschutz, VKF-Vorgaben sowie Angaben der kantonalen Gesundheitsdirektionen. Dies ist nur ein Teil der zu beachtenden Rahmenbedingungen. Für einen qualifizierten Betrieb einer Wäscherei gehören auch einschlägige Fachrichtlinien wie der FRT-Leitfaden, das Reinigungsmanagement nach Pericin-Häfliger, die Deutsche BGR500; Kapitel 2.6 «Betreiben von Wäschereien», RKI (Robert Koch Institut): Krankenhaushygiene und Infektionsprävention, Hohenstein Institut: RAL-GZ 992/2 "Krankenhauswäsche" und noch Vieles mehr.
 


Zubehör

Zubehör

Zu einem effizienten Arbeitsfluss und einer ergonomischen Arbeitsweise gehört auch entsprechendes Zubehör. Zu einer gesundheitsfördernden Arbeitsgestaltung gehören einerseits Sockel für die Geräte zur korrekten Beladehöhe, verstellbare Arbeitstische, höhenverstellbare Finishingeräte wie auch Federbodenwagen, Ergonomiestehmatten und Dergleichen. Für eine korrekte Handhabung des ganzen Waschprozesses gehören ebenso Wäschewaage, den Vorgaben entsprechende Lagereinrichtungen und Hilfsmaterial wie Wäschenetze und Patchmaschine.
 


Systeme

Systeme und Ergänzungen

Um den Arbeitsalltag in einer Wäscherei zu erleichtern gibt es eine Vielzahl von Systemen und Möglichkeiten. Automatische Dosiersysteme und individuelle Programmsteuerungen senken den Verbrauch oder Stromspitzen können vermieden werden, wenn die Maschinen an eine so genannte Spitzenlastabschaltung angeschlossen sind. Ebenso dienen RFID-System für die Datenerfassung und Textilienverwaltung. Und mittels Geräteüberwachungssoftware können die Nutzungsziffern erfasst und ausgewertet werden. Auch Kleiderausgabesysteme für Berufswäsche finden in grösseren Institutionen ihre Anwendung.